Quantum XD38S als Weiterentwicklung der beliebten Produktlinie.

Quantum XD38S als Weiterentwicklung der beliebten Produktlinie.

Digitale Nachtsichtgeräte und Wärmebildkameras unterscheiden sich von den Geräten mit der Restlichtverstärkerröhre durch ein wichtiges Element. Ihre Qualität und Leistung werden nicht nur von Bauelementen und angewendeten Stoffen bedingt. Moderne elektronische Komponente bilden den Körper, die Seele haucht in die teuren Komponenten die Software ein.    

Source: The Magic of True Safari Magazine (#6'2015)
Wie abhängig von der Software das Wärmebildgerät ist, ist schwer zu überschätzen. Sogar mit den gleichen Bauteilen kann man zwei funktionell ganz unterschiedliche Geräte. Klassisches Beispiel ist das neue Quantum XD38S von Pulsar. Betreffs der Bauteile ist es fast eine Vollkopie von Quantum HD38S: Mikrobolometer mit der Auflösung von 384x288, der frostresistente OLED-Display, Objektive, Gehäuse usw. Aber seine Möglichkeiten sind viel attraktiver.

Die neue Produktlinie ist von drei Modellen vertreten - Quantum XD19S, XD38S und XD50S. Die Geräte unterscheiden sich voneinander durch die Objektive und Parameter aus. Für die Analyse wurde das Quantum XD38S gewählt, denn es eine ausreichende optische Vergrößerung, ein weites Sichtfeld und dabei geringe Abmessungen und Gewicht anbietet. Das XD19S Modell ist leichter, kleiner und hat ein echt großes Sehfeld, aber in Entdeckungsdistanz (die angegebene Entfernung für die Entdeckung eines Wildes wie eines Wildschweins oder Rehes beträgt 500 Meter im Vergleich zu 950 Meter von Quantum XD38S) und Vergrößerung (1,1x gegen 2,1x) gibt es nach. Das Quantum XD50S hat eine Vergrößerung von 2,8x und Entdeckungsdistanz von 1300 m, aber das Sehfeld ist kleiner und die Abmessungen sind größer.

Die XD Modellreihe soll gewiss im Vergleich mit dem Vorgänger – Quantum HD38S Modell – betrachtet werden (wurde vom Autor vor zwei Jahren getestet). Die erste Besonderheit der XD-Linie ist eine größere Bildwechselfrequenz – 50 Hz. Der Vorteil solcher Bildwechselrate besteht darin, dass das Bild sogar bei schnellen Bewegungen des Benutzers (z.B. bei der Beobachtung eines fahrenden Wagens) oder des Beobachtungobjektes fließend ist, ohne Verzögerungen.

Zur schwarz-weißen Abbildungspalette von Quantums wurden noch sechs zusätzliche Abbildungsarten hinzugefügt. In der Produktlinie vor der Erscheinung der XD Modifikationen konnte man nur zwischen heiß-weißen (je wärmer das Objekt, desto heller) und heiß-schwarzen (warme Objekte sind dunkel – bis auf schwarz abgebildet) Objektabbildung wählen. Hier soll betont werden, dass solches Farmschema von den meisten Benutzern wenn nicht auch als die beste, dann mindestens als optimale und ausreichende eingeschätzt wird.

Mit der Bilddarstellung in den neuen Quantum XD wird die Mehrheit der Benutzer (auch dem Autor dieses Artikels) bis auf 100 Prozent zufrieden: zu dem oben genannten Farbschema wurden neue sechs hinzugefügt, wo die Bereiche mit unterschiedlicher Temperatur mit anderen Farben hervorgehoben werden. So sind einige Beispiele davon: die heißesten Bereiche werden rot gezeigt, warme Bereiche – gelb, mittlere Temperaturen – grau, kalte Bereiche werden grün und blau abgebildet. Mir persönlich gefällt die Abbildungsvariante „Sepia“. Die Umschaltung zwischen den Abbildungsarten erfolgt durch das Menü, dabei aber ist eine schnelle Aktivierung des schwarz-weißen Modus (genau in den heiß-weißen) als Übergang aus einem Farbregime vorgesehen. Sieht so aus, der Hersteller schätzt diese Abbildungsvariante als optimal ein.

Der größte Nachteil von Quantum HD38S ist aus eigener Erfahrung die Abwesenheit des Schlafmodus. Öfters passiert es, dass man die Beobachtung für einige Minuten abbrechen soll. Ohne das Wärmebildgerät abzuschalten kann man sich entdecken lassen (durch das Licht aus dem Okular). Aber nachdem Sie das Gerät abgeschaltet haben, wird man Zeit fürs Einschalten verschwenden (die Anfahrzeit beträgt 10 Sekunden).

Auf das HD38S wurde dieser Punkt mithilfe einer fremden Augenmuschel „Katzenauge“ gelöst. (Zu dem Zeitpunkt hat Pulsar nichts Derartiges angeboten). Das war aber kaum bequem, denn das Wärmebildgerät mit einer Augenmuschel von einem anderen Gerät passte in die Tragetasche schlecht hinein. In dem neuen Quantum XD38S wurde dieser Modus realisiert. Sie können die Beobachtung für eine kleine Weile stoppen, dafür brauchen Sie nur auf die Taste ON drücken – der Bildschirm wird abgeschaltet. Um das Display in wenigen Sekundenbruchteilen aufzurufen, drücken Sie dieselbe Taste. Noch eine Neuigkeit im XD38S ist der Laser Entfernungsmesser. Wie schwer es ist, die Distanz bis zum Objekt mit einem Nachtsicht- Tageslichtmonokular einzuschätzen, ist allen bekannt. Die Wärmebildgeräte sind keine Ausnahme. Der Entfernungsmesser im Quantum XD38S ist eine dynamische Scala, die für die Ausmessung der Entfernung bis zu den 170 cm, 70 cm und 30 cm hohen Objekten (Hirsch, Wildschwein, Hase) zu messen ermöglicht. Die Messung verläuft auf folgende Weise: die untere senkrechte Linie wird zu den Füßen des beobachteten Wildes gebracht, danach dreht man den Encoder, um die zweite Linie so unterzubringen, dass das Tier zwischen die Linien hineinpasst. Gleichzeitig wird die Entfernung auf dem Display abgebildet. Natürlich erlaubt der Entfernungsmesser die Distanz bis auf einen Meter nicht messen, aber zum Einschätzen reicht er völlig aus.

Was noch erwähnt werden soll ist das vierfache optische Zoomen im Unterschied zum früheren zweifachen. So kann das neue Quantum XD38S die Vergrößerung von 2,1 bis 8 Mal steigern.

Kurzfassung

Besonders nützlich für einen User scheinen eine höhere Bildwechselfrequenz und der Schlafmodus zu sein. Sehr bequem ist dass die neuen Optionen wie vorher mithilfe der Tasten und des Encoders auf dem Gerät aktiviert werden ohne ins Menü zu gehen, ohne die Steuerung komplizierter zu machen. Preislich bleibt das Wärmebildgerät Quantum XDS nach allen Verbesserungen fast auf dem gleichen Niveau. Daraus kommt, dass die führende Position unter Wärmebildgeräten Pulsar von Quantum XDS besetzt wurde.

übersetzt aus dem Russischen

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