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Aktualisierung des Wärmebildgerätes: Pulsar Helion 2 XQ50F

Dieser Artikel entnommen mit freundlicher Erlaubnis von GUN-TEST.RU

In diesem Jahr wurde die Pulsar Helion-Serie von Wärmebildmonokularen aktualisiert.

Das erste Mal habe ich diese Wärmebildgeräte auf der IWA-2017-Ausstellung gesehen. Seitdem hat sich die Pulsar Helion-Serie als Qualitäts- und Multifunktionsprodukt etabliert und setzt hohe Standards für den gesamten Markt. In diesem Jahr wurde die Pulsar Helion-Serie aktualisiert. Zunächst kam das Flaggschiff-Gerät Pulsar Helion 2 XP50 auf den Markt. Ende des Jahres kam dann das Pulsar Helion 2 XQ50F heraus, das ich getestet habe, und noch später kam das Pulsar Helion 2 Pro XP50 heraus.

Ich möchte gleich darauf hinweisen, dass der Hauptunterschied zwischen der XP- und der XQ-Serie in der Größe des verwendeten Sensors liegt (640x480 bzw. 384x288 Pixel). Andere Unterschiede sind nicht so signifikant.


Der grundlegende Unterschied zwischen Pulsar Helion 2 XQ50F und den Geräten der ersten Generation liegt im bolometrischen Sensor. Auf den ersten Blick haben die Matrizen beider Gerätegenerationen ähnliche Eigenschaften: 384x288 Pixel, 17 μm Pixel und eine Betriebsfrequenz von 50 Hz. Aber in der Tat gibt es einen Unterschied. In jüngerer Zeit wird bei der Beschreibung von Wärmebildgeräten ein anderes Merkmal verwendet: die thermische Empfindlichkeit des Sensors oder seine Fähigkeit, den Temperaturunterschied zwischen benachbarten Punkten "aufzupicken". Dieser Indikator wird NETD genannt und in Millikelvins (mK) gemessen. Je niedriger der NETD-Wert ist, desto besser ist die thermische Empfindlichkeit. Der NETD-Wert für Helion XQ-Matrizen beträgt weniger als 40 mK im Vergleich zu 50 mK bei den Geräten der ersten Generation. Die Qualitäten von Matrizen mit einem niedrigen NETD-Wert werden besonders bei schwierigen Bedingungen mit geringem Temperaturkontrast sichtbar: Regen, Nebel, Schnee usw.


Der zweite wichtige Unterschied zwischen Pulsar Helion 2 XQ50F und ähnlichen Geräten der ersten Generation ist das neu Objektive mit einer großen Apertur. Bei gleicher Brennweite von 50 mm hat das Helion 2 einen Blendenwert von F/1,0, während das Pulsar Helion F/1,2 hat. Für diejenigen, die gerne fotografieren, wird dieser Parameter verständlicher sein. Grob gesagt, je größer ein "Loch" des Objektivs des optischen Geräts ist, desto mehr Licht (oder Wärmestrahlung im Fall der Wärmebildtechnik) wird aufgenommen und desto detaillierter und besser ist das Bild.


Eine weitere Reihe von Verbesserungen bezieht sich auf die Algorithmen der Signalverarbeitung. Wir haben bereits gesehen, dass selbst eine gewöhnliche Software-Aktualisierung manchmal eine bessere Bildqualität auf dem gleichen Gerät ermöglicht. Außerdem erscheinen zusätzliche Modi, die die Bildqualität und Details verbessern, wie z. B. Image Detail Boost.

Es sollte nicht überraschen, dass all diese Verbesserungen den Einbau eines neuen AMOLED-Displays mit einer Auflösung von 1024×768 Pixeln im Vergleich zu 640x480 Pixeln in der ersten Generation der Helion-Wärmebildgeräte notwendig machten.

Ich denke, dass dies alles Unterschiede sind, die sich auf die Bildqualität auswirken.

Viele potenzielle Benutzer von Pulsar-Produkten fragen sich vielleicht: Was ist der Unterschied zwischen den Pulsar Helion 2 XQ-Geräten und den kürzlich veröffentlichten Pulsar Axion XQ-Kompaktgeräten in Anbetracht dessen, dass sie die gleichen Sensoren haben? Der Unterschied liegt in der Optik. Das Objektiv von 50 mm ist zu groß, um an das relativ dünne Gehäuse der Pulsar Axion zu passen. Das neue Pulsar Helion 2 XQ-Objektiv übertrifft jedoch das Pulsar Axion XQ-Objektiv sowohl in Bezug auf die Brennweite (50 mm vs. 38 mm) und die Blende (F/1.0 vs. F/1.2) als auch die optische Vergrößerung (4,5x bzw. 3,5x). Damit bietet das Pulsar Helion 2 XQ eine sehr große Reichweite für das Ausmachen und Identifizieren von Zielen.

Konzentrieren wir uns nun auf die neuen Funktionen des Pulsar Helion 2 XQ50F, die nicht direkt mit der Beobachtung zu tun haben, aber dennoch für den Benutzer wichtig sind. Der auffälligste Unterschied zur ersten Serie ist ein neuer Gerätekörper aus einer Magnesiumlegierung. Durch die Verwendung dieses Materials wird die Kühlung des Geräts verbessert und die Festigkeit des Körpers erhöht. Ich möchte darauf hinweisen, dass die Verwendung von Magnesiumlegierungen für Gerätekörper typisch für hochwertige fotografische Geräte ist.

Theoretisch reduziert die bessere Kühlung durch ein Metallgehäuse im Vergleich zu einem Kunststoffgehäuse das Untergrundrauschen des Sensors.

Ein weiteres Merkmal ist eine blaue Ein/Aus-Taste, die auch im Dunkeln sichtbar ist.

Auch bei der Stromversorgung gab es Änderungen: Bisher wurde ein IPS5-Akku mit einer Kapazität von 5000 mAh verwendet, der durch einen neuen IPS7-Akku mit einer Kapazität von 6400 mAh ersetzt wurde. Dies kann einen kontinuierlichen Gerätebetrieb von bis zu 10 Stunden ermöglichen. Optional ist auch ein IPS14-Akku mit einer Kapazität von 12800 mAh, sowie einen Behälter zur Aufnahme von AA-Batterien. Die Verwendung einer externen Stromversorgung wird durch einen USB-Typ-C-Anschluss ermöglicht.

In Bezug auf Technik und Software sind die Änderungen gering. Eine davon ist die Erhöhung des Speichers für die Bildspeicherung (von 8 GB auf 16 GB). Die wesentlichen Unterschiede finden sich ab der Version 4.0. Zum Zeitpunkt der Prüfung war das Gerät mit der Software-Version 4.7.001 installiert. Zu den Hauptunterschieden gehören die verbesserten Bildverarbeitungsalgorithmen und die oben erwähnten Image Detail Boost-Funktionen. (Heute ist die Version 4.9.001 verfügbar, bei der die Anzahl der Sprachversionen der grafischen Benutzeroberfläche erhöht wurde).

Sie können jederzeit Software-Updates über die Stream Vision-Anwendung herunterladen, die sich über Wi-Fi mit einem Wärmebildgerät verbindet.

Unter den bereits von den Geräten dieser Serie bekannten Funktionen sei der 4,5- bis 18-fache Digitalzoom erwähnt, der sowohl in Stufen als auch kontinuierlich funktioniert. Außerdem gibt es einen stadiametrischen Entfernungsmesser und eine Bild-im-Bild-Funktion. Wie bei vielen anderen Pulsar-Modellen auch, wird ein Bild in acht verschiedenen Farbpaletten angezeigt.

Der Geräteschutz IPX7 ermöglicht das Eintauchen in Wasser in einer Tiefe von 1 m für bis zu 30 Minuten. Temperaturbereich: -25 bis +50 С.


Bildqualität

Lassen Sie uns nun über Software sprechen.

Ich habe einen kleinen Feldtest mit dem Gerät durchgeführt. Die Beobachtung wurde bei einer Temperatur von 3,5 C und leichtem Schneefall durchgeführt. Das Beobachtungsobjekt war eine Rinderherde in einer Entfernung von 60-70 Metern.

Einzelheiten der Tiere sind erkennbar und die Umgebung ist mit Grenzen von Büschen und Bäumen gut detailliert, die im Hintergrund sichtbar sind.

Die relativ hohe Objektivvergrößerung von 4,5x ermöglicht ein schnelles Erkennen von Zielen.

Meiner Meinung nach hat Pulsar bei der Aktualisierung des Gerätes der Helion 2 XQ-Serie gute Arbeit geleistet. Man kann die sehr gründliche und systematische Vorgehensweise erkennen.